Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Pflegepolitische Tour: Sozialministerin Diana Golze informierte sich über Angebote in TF

Diana Golze (4. v. l.) und Kirsten Gurske (2.v.l.) mit Gesprächspartnern in den Räumen der Kreishandwerkerschaft TF

Die Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Diana Golze (DIE LINKE) informierte sich am vergangenen Mittwoch zum Thema Pflege und Seniorenpolitik im Landkreis Teltow-Fläming.

Länger im eigenen Heim leben durch barrierefreies Bauen

Zu Beginn wurde das „Netzwerk Gesundheitsdienstleister barrierefreies Bauen Teltow-Fläming“ in der Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft vorgestellt. Dieser Zusammenschluss von Handwerksbetrieben zum gemeinsamen Angebot von Handwerkerleistungen im Bereich barrierefreies Bauen und Wohnen wurde 2014 gegründet.

Die Federführung liegt bei der Kreishandwerkerschaft.

„Hier beraten geschulte Handwerksmeister zu lebenspraktische Maßnahmen. Wir sind stolz, dass wir dieses Netzwerk in unserem Landkreis haben“, so die Erste Beigeordneten Kirsten Gurske.

Weiterlesen

Quelle: www.teltow-flaeming.de

Integration und Arbeitsmarkt: Erste Sitzung der Steuerungsgruppe - Integration braucht Information und Koordination

Teilnehmer der Sitzung, Mitte: Kirsten Gurske

Die Steuerungsgruppe „Integration und Arbeitsmarkt Teltow-Fläming“ nahm am 20. Oktober 2016 im Kreishaus Luckenwalde ihre Arbeit auf. Die Gruppe soll alle Möglichkeiten der Integration durch Arbeit und Ausbildung erfassen und zukünftige Maßnahmen und Projekte der Akteure bündeln.

Integration braucht Information und Koordination

Die Steuerungsgruppe wird geleitet von der Ersten Beigeordneten Kirsten Gurske. Weitere Mitglieder der Steuerungsgruppe sind Vertreter des Jobcenters, der Arbeitsagentur, der IHK Potsdam und der Regionalstelle Teltow-Fläming, der Kreishandwerkerschaft und diverse Bildungsträger.

Kirsten Gurske eröffnete die erste Sitzung und schilderte die Situation der Flüchtlinge im Landkreis, informierte über erste Erfolge und sprach sich für eine enge Zusammenarbeit mit den Partnern für eine erfolgreiche Integration von Flüchtlingen in Berufsbildung bzw. Arbeit aus. Christine Stach, Projektkoordinatorin und selbst Zuwanderin, stellte das Projekt vor. Margitta Lehmann sprach zu den Aufgaben und Zielen der Steuerungsgruppe unter dem Motto. „Wir haben gemeinsame Ziele und Integration braucht Information und Koordination!“

Weiterlesen

Quelle: www.teltow-flaeming.de

Der Aktuelle Stand: Zur Situation der Flüchtlingspolitik

Das Ziel: Notunterkünfte leer ziehen.

Rund 1.900 Flüchtlinge leben derzeit in 16 Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen im Landkreis Teltow-Fläming. Aktuell wurde mit Schönhagen eine der beiden Thermohallen belegt. Dort wohnen derzeit knapp 60 Personen, die von der AWO betreut werden.

Weiterhin nahm eine zweite Einrichtung in Rangsdorf ihren Betrieb auf. Rund 260 Personen erhalten bereits Leistungen nach dem SGB II. Aufgrund der Tatsache, dass vielfach die Passprüfung lange Zeit in Anspruch nimmt, sind diese Flüchtlinge meist noch an den Wohnsitz im Landkreis Teltow-Fläming gebunden. Bis sich ihre Lebenssituation geklärt hat, können sie in den Gemeinschaftsunterkünften bleiben, wenn die Zugangszahlen weiterhin so moderat bleiben.

Während in den letzten vier Monaten des Jahres 2015 insgesamt rund 1.200 Asylbewerber zugewiesen wurden, waren es in diesem Jahr bisher lediglich 255. Das ist ein Rückgang von fast 80 Prozent. Der Kreis hat diese Situation genutzt, um Notfallplätze und Überbelegungen abzubauen. Für einen Teil der Geflüchteten bedeutete dies einen Umzug, der manchmal auf Widerstand stieß, obwohl sich die Wohnbedingungen im Rahmen der Gemeinschaftsunterbringung sogar verbessert haben. Nicht jeder Asylsuchende und auch nicht alle Ehrenamtler haben Verständnis für die erforderlichen Umzüge.

Dass dieser Verdichtungsabbau stattfinden musste, resultiert aus den Mindestbedingungen, die das Land Brandenburg für die Unterbringung definiert hat. Sie waren nur für die Zeit mit den extrem hohen Zugängen punktuell aufgehoben worden. Die Belegungsreduzierung verbessert mit Sicherheit die Situation vor Ort. Etwas mehr Platz für die Menschen und auch die Entlastung der Sozialarbeiter kann nur Vorteile bringen.

Der Verzicht auf Auszüge hätte ab dem 1. Juli 2016 eine deutlich geringere Kostenerstattung bei gleichbleibenden Kosten zur Folge gehabt. Durch unsere Mitarbeiter wurde jedoch sichergestellt, dass die Schulkinder nicht ihre Klassen verlassen mussten sowie Praktikumsplätze oder Sprachkursteilnahme nicht in Frage gestellt waren.

Mit dem Beschluss des Kreistages konnte Teltow-Fläming der Rahmenvereinbarung für die elektronische Gesundheitskarte beitreten. Gemeinsam mit der AOK wird jetzt die Umstellung vorbereitet. Ab September sollen die ersten Flüchtlinge dann ihre Karten erhalten. Die Menschen können dann ohne Umwege über das Sozialamt eine Arztpraxis aufsuchen. Allerdings bleibt das Leistungsangebot trotz Gesundheitskarte auf Schmerz- und Notbehandlungen beschränkt.

Neben der räumlichen Verbesserung kann in den Heimen jetzt auch mehr Personal beschäftigt werden. Auch wenn die Zahl der Sozialarbeiter/-innen lange noch nicht ausreichend ist, haben wir hier eine positive Veränderung in der Betreuung. Ein großes Problem stellt jedoch die Fachkräftegewinnung dar. Es wird immer schwieriger, Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen oder zumindest in der Flüchtlingsarbeit erfahrene Personen zu finden.

Auch in der Betreuung der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge ist das ein Problem. Derzeit leben rund 100 dieser Jugendlichen in Teltow-Fläming und werden durch das Jugendamt betreut. Seit geraumer Zeit können viele von ihnen am Oberstufenzentrum zur Schule gehen. Für viele Jugendliche stellt das Problem und Herausforderung gleichzeitig dar. So sehr sie sich den Zugang zur deutschen Gesellschaft wünschen, so stark ist oft auch der Druck aus der Vergangenheit. Viele Jugendliche sind ein solches Bildungs- und Ausbildungssystem nicht gewöhnt. Sie wünschen sich Arbeit, um schnell Geld zu verdienen und die Zuhausegebliebenen unterstützen zu können.

Eine Herausforderung für den Kreis wird es auch, die einmalige Unterstützung mit Bundesmitteln zu kompensieren. Die Bundesmittel stehen nur noch bis Ende 2016 zur Verfügung. Einige soziale Angebote, die daraus finanziert wurden, sind freiwillige Leistungen, aber aus unserer Sicht von großer Bedeutung. Für die Helferkoordination bei der GAG, für die mobile Flüchtlingshilfe bei der Diakonie, aber auch in der Jugendprojektarbeit müssen für 2017 neue Lösungen gesucht werden. Gute Ideen sind gefragt.

Kirsten Gurske

Ministerbesuch im Flüchtlingsheim: Christian Görke von Einrichtung in Rangsdorf und zivilgesellschaftlichem Engagement beeindruckt

Finanzminister Christian Görke, Betriebsleiterin Heidi Pfeiffer, Sozialdezernentin Kirsten Gurske, Vereinsvorsitzender "grenzenlos" e. V. Jan Hildebrandt und Christian Lähnemann vom Internationalen Bund (v.l.n.r.).

Beeindruckt zeigte sich Brandenburgs Finanzminister Christian Görke von der Flüchtlingsunterkunft in Rangsdorf und der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Kreis, dem Internationalen Bund und dem Verein „grenzenlos“ e. V. Dessen Vorsitzender Jan Hildebrandt und Sozialdezernentin Kirsten Gurske, Erste Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming, begleiteten den Minister bei seinem Besuch in der Einrichtung am 23. März 2016.

Dank für großes Engagement

Minister Görke dankte den 85 Mitgliedern des „grenzenlos .e. V“ für ihr „beispielhaftes zivilgesellschaftliches Engagement und die gelebte Willkommenskultur.“ Diese funktioniere nur über eine Öffnung der Gesellschaft für die Flüchtlinge, die sich wiederum am schnellsten über Sprache, Arbeit und Wohnung integrieren könnten. Alle Deutschkurse in Rangsdorf werden momentan von Ehrenamtlern angeboten. Sie stellen fest, dass die Schülerinnen und Schüler sehr wissbegierig sind und große Fortschritte machen. Da die Kinder sehr viel schneller lernen, sind sie später teilweise die Lehrer für die eigenen Eltern.

Gesundheitskarte für Flüchtlinge

Auf die Frage der Einführung einer Gesundheitskarte für Flüchtlinge berichtete Christian Görke, dass diese zum 1. Juli 2016 kommen werde. Bislang müssen kranke Flüchtlinge sich vor einem Arztbesuch einen Behandlungsschein im Sozialamt ausstellen lassen. Mit der Gesundheitskarte können sie gleich den Arzt aufsuchen. Erst danach erfolgt zwecks Kostenabrechnung die Rückkopplung mit dem Sozialamt. Die neue Verfahrensweise werde nicht nur die Sozialämter entlasten, sondern auch mehr Normalität in den Alltag der Geflüchteten bringen.

Quelle: www.teltow-flaeming.de