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Liebe Teltow-Flämingerin, lieber Teltow-Fläminger,

da Sie ja sicher nicht an allen Veranstaltungen teilnehmen können die in unserem schönen Landkreis so stattfinden, möchte ich Ihnen mit meinem Tagebuch in loser Folge über die, welche ich besucht habe, eine kleinen persönlichen Eindruck aus meiner Sicht vermitteln.

Ihre

1. Beigeordnete und allgemeine Vertreterin des Landrates im Landkreis TF

Probehalbjahr bestanden ...

Kirsten Gurske zieht eine kleine Bilanz.

... und ein guter Zeitpunkt, um einen Moment innezuhalten. Unübersichtlich, abwartend, freundlich - das war etwa die Zusammenfassung nach meiner ersten Woche als Sozialdezernentin in Teltow-Fläming. In der zweiten Woche war ich „Leute-gucken“, das heißt, ich bin von Büro zu Büro, von Mitarbeiterin zu Mitarbeiter gegangen, habe mich vorgestellt und mir von der Arbeit berichten lassen und hatte schon an der über-übernächsten Tür das Gefühl, nur noch ein Zehntel von dem zu wissen, was ich gerade gehört hatte.

Über Krankenversicherung und Amtshaftpflicht musste ich nachdenken, über eigene Dienstberatungen, Netzwerke und Arbeitsorganisation, über Wohnungssuche, Fahrradkauf und Familienmanagement, um hier nur einige Punkte aus Dienst- und Privatleben anzuführen.

Nun ist schon ein halbes Jahr um, die Unübersichtlichkeit hat sich gelichtet, alle Kolleginnen und Kollegen kenne ich immer noch nicht, weil viele auch in Außenstellen arbeiten, aber die Arbeit macht mir im Großen und Ganzen Spaß. Es geht mir immer noch nicht ganz leicht von der Hand, wenn ich mal eben so 2,5 Mio. € für Kosten der Unterkunft freigebe, es ist immer noch komisch, wenn ich mich selbst im Pressespiegel wiederfinde. Der Politik- und Leitungsstil ist doch sehr eigen hier, ich bin oft die einzige Frau in der Führungscrew, aber ich fühle mich wohl, gefordert und akzeptiert, auch wenn ich manchmal merke, dass es noch Informationskanäle gibt, die für mich nicht schiffbar sind.

Mein Büro ist angenehm, mit Blick auf Baum und - wenn ich mich hinstelle – auf einen kleinen Teich und den Turm der Jakobi-Kirche.

Nach dem ersten Überblick und dem Gefühl, das schaffst du schon, kommen jetzt die Tücken im Detail und das Gefühl, dass man eigentlich nicht lernen kann, was man nicht selber macht. Die Bugwelle der Sachen, die ich eigentlich erledigen will und es nicht (gleich) schaffe, wird größer und mal ist das Fell dicker, mal dünner.

Neben den fachlichen Fragen – vor allem Hartz IV und Pflege – kommen jetzt immer mehr Dinge hoch, die einfach Personalführung erfordern: Personalengpässe, die gehändelt werden müssen, kleine Zwistigkeiten und große Probleme - aber auch ein paar Erfolge – ich habe meine ersten Beschlusspunkte durch den Kreistag bekommen und manches – wie die Handlungsempfehlung zu den Kosten der Unterkunft – was zwei Jahre hinund herging, hab ich jetzt in drei Monaten zu Ende gebracht. Da war ich schon auch ein bisschen stolz.

Eindrücke aus dem Bürgermeisterwahlkampf 2009 in Luckenwalde

30. August 2009

Luckenwalder Automeile auf dem Boulevard

So viele Autos für eine Radfahrerin

Leider musste ich das nette Angebot, doch endlich angesichts so viel mobiler glänzender Pracht meine Fahrerlaubnis in Angriff zu nehmen, ausschlagen.
Auf dem – sonst autofreien – Boulevard herrschte gute Stimmung und reges Treiben. Besonders gefallen haben mir die Schaustücke vom Alten Lager, informativ waren die Gespräche bei den Händlern, den Stadtwerken, mit den VertreterInnen des Stadtmarketingvereins, geschmeckt haben die Waffeln bei Ford. Einziger Wermutstropfen war die Info, dass die Kunstmeile in der nächsten Woche leider nicht stattfinden wird.


29. August 2009

1. Heimkampf der Luckenwalder Ringer

Ich geb zu, dass ich da doch einige Vorurteile mit mir herumtrug, mit denen am Samstagabend gründlich aufgeräumt wurde.
Sehenswert – in jeder Hinsicht (so viele schöne Männer) - und spannend fand ich das, was da von beiden Seiten geboten wurde, auch wenn ich noch weit entfernt bin, alle Regeln und die Punktevergabe zu verstehen. Aber da hatte ich ja freundliche Einführung durch den Co-Trainer Andreas Zabel und Konni Wehlan, deren Kommentare mir viele Details und Einblicke vermittelt haben.

Eine tolle Mannschaft, die Luckenwalde da aufzuweisen hat.


24. August 2009

Ideenwettbewerb für den Haag - Zukunft Planen

Ausstellung im Rathaus

Haag - Was für ein ungewöhnlicher Straßenname – Bedeutung: Hecke schreibt mir Wikipedia, vielleicht haben die Flamen diesen Namen für die Ecke an der Nuthe bereits mitgebracht.
Vorgestellt wurden an diesem Montagabend Wettbewerbsergebnisse für kostengünstiges, klimagerechtes Bauen und Wohnen. Zwei Preisträger gab es für Luckenwalde, wobei mir der Berliner Entwurf mit den offenen Höfen besonders gefiel und ich andererseits in den Gesprächen merkte, wie anders meine Großstadtwohnerwartungen sind im Vergleich zu Menschen, die hier Haus und Hof haben.


9. August 2009

Oberligaauftaktspiel des 1.FSV Luckenwalde

Schon auf dem Turmfest waren mir ja die Erwartung und die Begeisterung über den Luckenwalder Sprung in die Oberliga entgegengeschlagen. Da musste ich mir natürlich auch das erste Fußballspiel des 1. FSV in der neuen Oberligaklasse ansehen.
Nach dem bangen Mitfiebern in der ersten Halbzeit hat sich die Mannschaft dann von ihrer besten Seite gezeigt und den Rückstand gegen den SV Falkensee-Finkenkrug nicht nur aufgeholt, sondern das Spiel verdient gewonnen.


2. August 2009

Ein Sonntag im Tierpark

Bei heißem Sonnenschein konnten sich die beiden getauften Äffchen doch fast wie zu Hause in Japan fühlen … Jedenfalls waren meine Tochter und ich Zeugen, dass es die Luckenwalder durchaus erfreut, wenn Berliner dort heimisch werden und einen Hausstand gründen.

Herr Wessel - der Präsident des Fördervereins - hatte uns doch kurz vorher einiges vom Tierparkalltag, von Hundediebstahl und anderen Sorgen, aber auch von Spaß und Engagement erzählt und uns verraten, dass die beiden Affenpärchen Berliner sind.


26. Juli 2009

Jakobustag

Was auch immer ich in Luckenwalde besuche, fast alles hat eine Geschichte und – das ist für mich das besondere – Menschen, die sie bewahren und pflegen. Das ist mir schon im Krankenhaus begegnet, beim FSV, in der Bibliothek.

Von der Jacobikirche mit ihrem wunderbaren grünen Umfeld war ich sehr beeindruckt und ich kann die Begeisterung für das Gebäude, die Architektur, die Fenster total verstehen. In den Förderverein bin ich gleich eingetreten und den 13. September (Tag des offenen Denkmals) hab ich mir schon vorgemerkt.


25. Juli 2009

Bei schönem Wetter feiern kann doch jeder ...

… so wurde ich am 25. Juli von einem engagierten Herrn auf dem AWO-Sommerfest empfangen. Unter den weißen Zelten ließ es sich bei selbst gebackenem Kuchen dann doch gut aushalten, was auch an den gut gelaunten Besucherinnen und Besuchern zu merken war. Garten und Haus, Mitarbeiterinnen und Helfer vermittelten einen lebendigen Eindruck von der AWO-Arbeit vor Ort. Bewundert hab ich ja die „Pflastertreter“ aus Woltersdorf, die auf dem rutschigen Holzparkett ihre Tänze zeigten. Und gelernt hab ich auch wieder etwas … über Trachten im Fläming.